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pfarre@rossau.at


aktualisiert am 4. November 2015

Flüchtlingshilfe in der Pfarrgemeinde

Es gibt unterschiedlich intensive Möglichkeiten, sich im Bereich Flüchtlingshilfe als Pfarrgemeinde zu engagieren. Es geht über das Sammeln von Geldspenden und gezielten Sachspenden bis hin zu Zeitspenden ehrenamtlich Mitarbeitender bis hin zur Suche von passendem Wohnraum.

In den letzten Wochen haben wir in diesem Sinn eine gewaltige Welle der Solidarität seitens vieler Pfarren erlebt und etwa aus dem Raum der Erzdiözese Wien mehr als hundert Wohnangebote von Klöstern und Pfarren erhalten.

In der Folge einige Hinweise zu Möglichkeiten konkreter Unterstützung in der dzt. Situation:


Geldspenden

Tagtäglich sind Menschen in vielen Ländern der Welt und aus unterschiedlichsten Gründen gezwungen ihre Heimat zu verlassen. Kriege, Terror und Verfolgung – wie derzeit beispielsweise im syrischen Bürgerkrieg, im Irak oder in der Ukraine – machen ein Leben in ihrer Heimat unmöglich.

Aktuell schaffen es viele von ihnen bis nach Österreich, in der Hoffnung hier ein besseres Leben beginnen zu können. Viele andere befinden sich noch in den Krisenregionen oder in benachbarten relativ sicheren Ländern und sind dort auf Hilfe angewiesen. So leben allein im kleinen Libanon 1,2 Millionen Flüchtlinge. Das entspricht einem Viertel der Bevölkerung des Landes.

Flüchtlingshilfe vorort
Seit vielen Jahren ist die Caritas in der Flüchtlingshilfe im In- und Ausland aktiv. Denn weltweit gibt es Strukturen der Caritas Interationalis, die von der Caritas hier in Österreich unterstützt werden.  Die Caritas der Erzdiözese bedankt sich, denn sie weiß sich "dabei von vielen SpenderInnen unterstützt, die wissen: Die größte Katastrophe ist, nichts zu tun."

Allein bei der Caritas: 90.000 Spendende
Die großartige Hilfe von über 90.000 privaten SpenderInnen, Unternehmen und Pfarren macht den Großteil der Arbeit der Caritas der Erzdiözese im Flüchtlingsbereich erst möglich.

Was passiert mit den Spendengeldern?
Sei es die Finanzierung von Lebensmittelpaketen im Libanon, von Deutschkursen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF) oder die Unterbringung von unversorgten Flüchtlingen – Ihre Hilfe kommt an!
 
Spendenkonto der Caritas Wien
BIC: GIBAATWWXXX
IBAN: AT47 2011 1890 8900 0000
Kennwort Asyl & Integration oder Nothilfe Syrien

Spenden für die Wohnung der Flüchtlingsfamilie der Pfarre Rossau
Empfänger: Pfarre Rossau, VK Pfarrcaritas
Zweck: Flüchtlingswohnung
IBAN: AT73 2011 1000 0681 6398


Sachspenden

Die Caritas der Erzdiözese Wien betreut in ihren Flüchtlingshäusern und Einrichtungen über 770 Personen, davon sind allein 100 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (Stand Sommer 2015). Da gerade in der Flüchtlingsarbeit finanzielle Ressourcen immer knapp sind, sind die Mitarbeitenden der Caritas-Einrichtungen auf Spenden angewiesen.

Gerade bei Sachspenden ist ein möglichst zielgerichtetes Vorgehen am sinnvollsten. Das hilft den Flüchtenden, dringenden Bedarf zu decken, aber auch den Spendenden, die sicher sein können, dass ihre Hilfe ankommt.

Was benötigen die Flüchtlingshäuser der Caritas Wien vor allem dringend?

  • Bettwäsche
  • Handtücher
  • Windeln
  • Hygieneartikel
  • Küchenutensilien (Besteck. Töpfe, Pfannen, Teller)
  • Fahrscheine

Abgabestellen:
Gesammelt werden diese Spenden in den beiden Carlas:

carla mittersteig,
Mittersteig 10, 1050 Wien,
Tel: 01/505 96 37
Mo-Fr 9.00-18.00 Uhr
Sa 9.00-13.00 Uhr

carla nord,
Steinheilgasse 3, 1210 Wien,
Tel: 01/259 85 77
Mo-Fr 9.00-18.00 Uhr,
Sa 9.00-13.00 Uhr

Für weitere Informationen rund um Sachspenden steht Ihnen die Sachspenden-Hotline der Caritas der Erzdiözese Wien gerne zur Verfügung: 01/ 256 98 98


Zeitspenden

Menschen, die ihre kostbare Zeit ehrenamtlich für Flüchtlingsprojekte investieren, sind ein großer Segen. Allein im letzten Jahr haben allein über 470 Personen freiwillig in den Projekten der Caritas der Erzdiözese Wien mitgearbeitet. Und so suchen die kirchlichen Hilfsorganisationen und Pfarren weiter laufend Menschen, die sich im Flüchtlingsbereich engagieren wollen.

Ehrenamtliche gesucht
Für Flüchtlinge in Wien und Niederösterreich sucht etwa die Caritas der Erzdiözese Wien  Menschen, die Nachhilfe oder Deutsch-Lernhilfe anbieten könnten. Oder Personen, die Flüchtlinge für Freizeit-Aktivitäten (Kino, Theater, Fußball…) begleiten wollen.

Außerdem werden freiwillige Ärzte (insbesondere Gynäkologinnen, Kinderärztinnen, Allgemeinmedizinerinnen), Psychiaterinnen und Psychotherapeutinnen, Hebammen und Frauen mit komplementärmedizinischen Ausbildungen für Gesundheitsberatung für Frauen und ihre Kinder in div. Ortschaften in den Bezirken Baden, Neunkirchen und Wiener Neustadt gesucht. Ebenso für ehrenamtliche Hilfe in Flüchtlingshäusern.
 
Hilfe in den Pfarren
In der Pfarre Rossau wollen wir in absehbarer Zeit eine Flüchtlingsfamilie aufnehmen und auch dann in der Folge betreuen. Dazu suchen wir ab sofort Menschen, die in einem solchen Betreuungsteam mitarbeiten möchten. Außerdem rechnen wir damit, dass die erste Wohngemeinschaft mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen (UMF) in unserem Kloster gegen Ende November einziehen wird. Auch da ist Unterstützung durch ehrenamtliche HelferInnen gefragt. Wer bereit ist hier mitzutun, melde sich bitte 
in der Pfarrkanzlei. 

Weitere Kontakte für allgemeine Information
Nähere Informationen erhalten Sie, wenn sie helfen wollen, unter
freiwillige.caritas-wien.at oder 01/259 20 49.


Langfristiger Wohnraum

Neben Pfarren und Klöstern, die ihre Räumlichkeiten zur Verfügung stellen, werden auch private Quartiere gesucht. Für alle, die sich dafür interessieren oder zu diesem Schritt entschieden haben, hat die Caritas der Erzdiözese Wien folgende Checkliste erstellt:

Gesucht werden:

  • In erster Linie günstige Mietwohnungen, in sich abgeschlossene Wohneinheiten mit guter Infrastruktur (Nähe zu öffentlichen Verkehrsmitteln, Nahversorgern, Schulen und Kindergärten). Als Mieter kommen AsylwerberInnen (nur in NÖ), anerkannte Flüchtlinge und subsidiär Schutzberechtigte (Wien und NÖ) in Frage.
  • Ein Großquartier für 20 bis 50 Personen, das die Caritas anmieten kann, um dort eine Flüchtlingsunterkunft zu eröffnen. Auch hier ist eine gute Infrastruktur wesentlich.
  • Wohnungen für alleinstehende Männer und Familien, v.a. aus Syrien, die Vermittlung erfolgt nicht nach Kriterien wie Religion, Geschlecht o.ä.
  • Wohnmöglichkeiten mit längerfristiger Perspektive für schutzbedürftige Menschen, also keine kurzfristige Notunterkünfte.

Anforderungen:

  • Größe: Alle Wohnraumgrößen
  • Guter Zustand (Feuchtigkeit, Fenster, etc.)
  • bezugsfertig mit zeitgemäßer Ausstattung (Heizung, Bad, Elektrik, usw)
  • gute Infrastruktur
  • Mietdauer: Mietverträge von mindestens 3 Jahren Laufzeit, da ein Gefühl der Sicherheit für die Integration eine große Rolle spielt. Sind unterstützende Maßnahmen wie ein helfendes (Pfarr-)Netzwerk vorhanden, sind in Einzelfällen auch kürzere Mietverträge oder Untermiete möglich.
  • Miethöhe: In Wien nimmt das Land aufgrund der Übererfüllung der Quoten keine weiteren Menschen mehr in die Grundversorgung auf. Anerkannte Flüchtlinge und Subsidiär Schutzberechtigte sind ÖsterreicherInnen in den meisten Rechten und Pflichten gleichgestellt. Sie haben Zugang zum Arbeitsmarkt und Anspruch auf soziale Leistungen, wie der bedarfsorientierten Mindestsicherung (BMS). Die Höhe des Mietzuschusses zum BMS variiert je nach Bundesland und Familienstand. Für BMS-Bezieher ist günstiger Wohnraum prinzipiell leistbar.
  • Haftung: Weder das Land NÖ noch die Caritas der Erzdiözese Wien können für etwaige Mietausfälle, offene Strom- oder Gasrechnungen, entstandene Schäden oder sonstige Kosten haften, die nicht von den Mietern selbst getragen werden können.

Beratungsleistungen

Für individuell untergebrachte AsylwerberInnen in NÖ ist keine aufsuchende Beratung oder Betreuung vorgesehen, aufgrund mangelnder Ressourcen auch nicht durch die Caritas. AsylwerberInnen können jedoch zu den Öffnungszeiten in die Betreuungsstelle in Wiener Neustadt (Montag und Donnerstag 9.00 bis 12.00 Uhr) oder in Korneuburg (Freitag 9.00 bis 12.00 Uhr) kommen oder sie telefonisch kontaktieren.

Auch für anerkannte Flüchtlinge oder Subsidiär Schutzberechtigte ist keine aufsuchende Betreuung oder Beratung vorgesehen, jedoch nach Terminvereinbarung unter der Telefonnummer 02262/62355 (Korneuburg) und 02622/83020 (Wiener Neustadt ) möglich.

Anerkannte Flüchtlinge aus dem Humanitären Aufnahmeprogramm werden durch Deutschkurse unterstützt.

Rolle der Caritas der Erzdiözese Wien

Variante 1:
Die Caritas als Vermittlerin - Die Caritas der Erzdiözese Wien vermittelt geeigneten, günstigen Wohnraum an schutzsuchende Menschen.

Variante 2:
Die Caritas als Mieterin – In Einzelfällen kann die Caritas Wohnungen anmieten und an Flüchtlinge untervermieten. In dieser Variante ist auch eine mobile Betreuung der Flüchtlinge vorgesehen und möglich. Leider sind die Mittel der Caritas für solche Wohnungen sehr begrenzt. Diese Variante ist nur bei Wohnungen möglich, die für mindestens 10 Jahre oder unbefristet vermietet werden und alle o.g. Anforderungen erfüllen.

Wohnraum zur Verfügung zu stellen ist ein großer Schritt und macht für alle Beteiligten nur Sinn, wenn es sich um eine dauerhafte Lösung für die schutzsuchenden Menschen handelt. Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Möglichkeiten, Flüchtlinge zu unterstützen.
 
Kontaktinfos:

Diözesane Flüchtlingshilfe

Diözesankoordination
Rainald Tippow
Wollzeile 2
1010 Wien
T +43 676 502 81 91
E-Mail schreiben


Für weitere Informationen steht die PfarrCaritas gerne allen Pfarren und Klöstern in der Erzdiözese Wien zur Verfügung.

Caritas der ED Wien PfarrCaritas und Nächstenhilfe
Mag.a Bettina Erl
1010 Wien, Stephansplatz 6/Stg.1/St.5
Tel: 01/51 552-3096, Fax-DW: 2677
Mobil: 0664 842 74 94,
www.pfarrcaritas.at

Zusatzinfos:

  • AsylwerberInnen = Personen in einem laufenden Asylverfahren, meist in Grundversorgung
  • Anerkannte Flüchtlinge = Personen, deren Asylverfahren mit einem positiven Bescheid beendet wurde
  • Subsidiär Schutzberechtigte = Personen, deren Asylansuchen rechtskräftig abgelehnt wurde, die aber auf Grund einer realen Bedrohung in ihrem Heimatland nicht dorthin abgeschoben werden.

Quelle (außer auf die Pfarre Rossau bezogene Information): Thema Kirche (Das Magazin der Mitarbeitenden der Erzdiözese Wien)